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7 Jan 2016

Tipps zu Stativen

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Grundsätzlich empfehlen wir ein stabiles Stativ zu verwenden, welches für die eigenen Anforderungen und das eigene Kameraequipment geeignet ist.

Was wir NICHT empfehlen sind die sehr günstigen „Videostative“ bei denen man den Stativkopf nicht von den Stativbeinen abschrauben kann. Der Grund dafür ist, dass einerseits die Stativbeine nicht sehr stabil sind und der Stativkopf zum Fotografieren meistens nicht sehr gut geeignet ist.

Für ein ordentliches Stativ sollte man in etwa 200,– EUR einplanen.

Die Stativhöhe:
Ideal wäre, wenn man ein Stativ in etwa auf Augenhöhe ausfahren kann (idealerweise ohne die sogenannte Mittelsäule zu verwenden).

Gewicht des Stativs, abhängig vom Verwendungszweck und Preis:
Wer sein Stativ viel trägt/tragen wird, sollte sehr auf das Gewicht achten und gegebenenfalls in ein leichteres Stativ aus Carbon investieren (welches natürlich teurer ist). Wer sein Stativ meistens im Auto transportiert und dieses nur bei Bedarf aus dem Kofferraum nimmt, wird weniger auf das Gewicht achten müssen.

Der Großteil der Stativ(bein)e wird aus Aluminium gefertigt, welches in unterschiedlichen Qualitäten verarbeitet wird. Stative aus Aluminium sind meistens schwerer. Je höher der Preis von (stabilen) Alu-Stativen wird, umso leichter werden diese meistens, da die Materialien oft hochwertiger verarbeitet werden. Noch leichter sind Stative aus Carbon, welche meist noch einmal um 100,– bis 200,– EUR teurer sind, als vergleichbare Stative aus Aluminium.

Anforderungen aufgrund vom Kameraequipment:
Wer eine leichte Systemkamera oder eine kleine Spiegelreflexkamera verwendet, wird vor allem beim Stativkopf mit einer günstigeren Variante leben können. Wer eine schwere, professionellere Spiegelreflexkamera mit schweren Objektiven besitzt, wird vor allem in einen stabilen Stativkopf investieren müssen.

Bei den Stativköpfen wird die Belastbarkeit vom Hersteller angegeben. Am besten immer den stabileren Stativkopf auswählen.

Um die Belastbarkeit des Stativkopfes zu überprüfen, sollte man die Kamera mit dem schwersten Objektiv ins Hochformat schwenken und prüfen, ob sich die Kamera langsam von alleine nach unten absenkt.

Die Stabilität der Stativbeine kann man am besten testen, wenn man die sogenannte Mittelsäule vom Stativ zu ca. 2/3 hoch fährt und darauf die Kamera mit einer möglichst lange Brennweite (z.B. 200mm) fixiert. Wenn man nun den LiveView der Kamera einschaltet und kurz auf die Kamera drückt, sieht man, dass sie wackelt. Schwingt die Kamera zu lange, besteht auch am Stativ die Gefahr des Verwackeln.

Welche Stative empfehlen wir?
Als Stativkopf empfehlen wir fürs Fotografieren vorwiegend sogenannte Kugelköpfe, da diese für die meisten Einsatzbereiche sehr gut geeignet sind.

Bei den Stativbeinen ist es ein wenig Geschmackssache, ob man die ausziehbaren Beine lieber mit Klappen oder mit Schraubverschlüssen (wie bei Wanderstöcken) fixiert. Schneller sind meist Klappverschlüsse, platzsparender sind Schraubverschlüsse.

Stative (Stativbeine):
Es gibt zum Beispiel mehrere Serien der Firma Sirui, die unserer Ansicht nach ein wirklich sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis haben. Vor allem die X-Serie bietet auch noch ein „eingebautes“ Einbeinstativ, das gegebenenfalls praktisch sein kann. Wer Klappverschlüsse bevorzugt, wird möglicherweise bei der ET-Serie oder EN-Serie fündig. Der Vorteil der Sirui-Stative ist auch das relativ geringe Packmaß. Die Sirui-Stative sind in der Aluminium-Variante auch recht leicht (nur ca. 200 g schwerer als die „Carbon-Schwestern“).

Eine unserer Kursteilnehmerinnen hatte sich vor einiger Zeit ein Montana-Stativ gekauft. Dieses hat auf den 1. Blick sehr nach einem „Nachbau“ von einem älteren Manfrotto-Stativ-Modell ausgesehen. Auf den ersten Blick war auch bezüglich Stabilität kein Unterschied festzustellen. Den Kugelkopf kann man bei Bedarf durch einen anderen ersetzen.  Einziger Nachteil: das Stativ ist (wie auch das Original von Manfrotto) trotz der eher geringen Arbeitshöhe recht schwer.

Eine gutes Stativ-Set wäre sicher auch zum Beispiel das Manfrotto MK190XPRO3-BH inkl. Kugelkopf wobei das Stativ an sich verhältnismäßig schwer ist!

Stativköpfe
Einmal abgesehen von den Montana-Stativen muss dieser nämlich immer extra gekauft werden. Grundsätzlich reicht bei einer leichteren Kamera sicher der Manfrotto 496RC2 Kugelkopf mit 6 kg Belastbarkeit. Die Sirui-Kugelköpfe haben eine höhere Belastbarkeit mit 20 kg oder mehr. Hier kann man auch sehr schön schwerere Kameras mit schweren Objektiven montieren, ohne Angst haben zu müssen, dass sich die Kamera langsam nach unten neigt.

Der Manfrotto Getriebeneiger Junior ist recht schwer und vor allem teuer, dafür lässt sich der Bildausschnitt exakt festlegen.

Diese Informationen sind als kurzer Überblick für unsere Teilnehmer gedacht. Es gibt bei Stativen nahezu unzählige Varianten, die mehr oder weniger gut auf die unterschiedlichen Bedürfnisse abgestimmt sind. Weitere Informationen sind auch auf den Herstellerseiten wie Sirui, Manfrotto oder Gitzo zu finden. Wer noch mehr allgemeine Informationen zu Stativen sucht, findet diese zum Beispiel auf Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Stativ

Tipps zu Kameras und Objektiven sind in unserem Tipps & Tricks Bereich zu finden.

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